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Fat Ass Rocker

Wenn es um Harley-Umbauten geht, steht die Rocker bei den meisten Customizern nicht gerade weit oben auf der Liste der als Basis favorisierten Bikes.

Es scheint ja auch eine schwierige Aufgabe, sich auf Erfolg versprechende Weise ausgerechnet einen Factory Custom vorzuknöpfen. Schließlich werden derartige Bikes eigentlic designt, um bereits ab Werk aus der Masse der Motorräder hervorzustechen. Dennoch hat sich Rick einer Rocker aufgenommen und der Harley unter Beibehaltung des charakteristischen Benzin- sowie Öltanks als zentrale Maßnahme einen 300er Heckumbau gegönnt.

Mit dem von Willie G.Davidson designten gerippten Ölreservoir, dem langgestreckten Benzintank, den 5-Speichen-Chrom-Billet Rädern und dem 240er Reifen im Heck,über den sich ein mit der Schwinge verbundener Fender schmiegt, bietet die Serien-Rocker ganz sicher ein recht ordentliches Custom-mäßiges Outfit. Wäre da nicht dieser hässliche Single-Seat mit dem Assoziationen an einen Schwiegermuttersitz weckenden, unbequemen Sozia Pad, Klarer Fall also, dass Rick die unschöne Sattelkombination durch das Montieren eines hausgemachten Polsters eliminierte. Was die Rocker allerdings zum Einsitzer machte.

Ferner füllt nun eine stattliche 300er Pelle das Heck. Sie ist auf eine von Rick´s einteiligen Seven Sins Felgen aufgezogen, welche vom Offset-Swingarm des hauseigenen 300-Fat-Ass-Kits gehalten wird. Das Besondere dabei: Um das Hinterrad trotz seiner beachtlichen Breite absolut mittig montieren zu können , kommen zwei hintereinander positionierte Belts zum Einsatz. Wobei der heckwärtige Riemen ab dem Drehpunkt der Schwingenachse nach außen umgelenkt am Rad vorbeiläuft. Ein vom Prinzip her simples System, das viele Kunden von Rick schätzen und die teilweise abenteuerlichen Konstruktionen anderer Art überflüssig macht. Mal abgesehen von den Armen der Schwinge wird der Vlick auf die beeindruckend schöne Felge dank des zum Einsatz gebrachten Ricks Drive Side Brake System rechtsseitig durch nichts behindert.

Es muss wohl kaum erwähn werden, dass im Zuge des Heckumbaus ein neues Schutzblech fällig war. Wobei Rick neben dem hinteren Fender auch gleich ein passendes Teil für die Front fertigte. Der notwendig gewoerdenen Lackierarbeiten nahm sich der in Ricks House of Custom ansässige Wild Air Hörby an. Wobei die Serienfarbe zwar beibehalten, aber mit dezenten Flames verfeinert wurde.

Apropos Feinheiten. ANhand der Bilder werdet Ihr wohl bereits festgestellt haben, dass die in Baden-Baden überarbeitete Rocker dem Rider eine gegenüber der ursprünglichen Maschine tiefere Sitzposition bietet. Was daran liegt, dass die ansonsten werksmäßig belassene Dämpfereinheit ein Rick´s Tieferlegungs-KIT erhielt. Darüber hinaus ist eigentlich nur noch die Vance & Hines Auspuffanlage erwähnenswert. Denn abgesehen von ein paar weiteren Kleinigkeiten bedurfte es gar nicht mehr, um aus der hauptsächlich wegen ihres eigenartigen Sitzes unausgegoren wirkenden Serien-Rocker ein ansehnliches Bike zu machen, das alle Blicke natürlich nicht zuletzt auch wegen des augenfällig fetten Arschs auf sich zieht!.

Text Michael Stein, Foto Horst Rösler

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