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Grey Fellow

Wer hat eigentlich behauptet, dass man mit eiem 360er nicht ordentlich um die Kurve kommt? Bei Rick’s Motorcycles hat man ein patentiertes Schwingenkit entwickelt, mit dem sich problemlos Reifenbreiten bis zum 360er implantieren lassen. Das Besondere daran ist, dass die dicke Pelle damit exakt mittig sitzt. Aber dazu später mehr, denn Rick’s harley-Davidson Custom Fat Boy hat weitaus mehr zu bieten, als einen 300er XXL Pneu. Vom Tank, über den Heck Fender, zu den Rädern oder dem Luftfilter, hier wurde so einiges bei Rick’s Motorcycles gefertigt, was diesen “Grauen Freund” so besonders macht.

 

Bevor wir an’s Eingemachte gehen, möchten wir noch einmal auf Rick’s Versatzschwinge eingehen. Mit einem breiteren Reifen alleine ist es nämlich längst nicht getan. Der Verlauf des Antriebsbelts ist für diese XXL-Dimension nicht vorgesehen und würde ohne gezielte Massnahmen vor den Reifen stoßen. Folglich muß der Riemen entsprechend nach aussen wandern. In der Vergangenheit wurden die abenteuerlichsten Konstruktionen umgesetzt, um eben diesen Versatz hinzubekommen. Die Antriebswelle zu verlängern ist, selbst mit zusätzlichem Stützlager, nur eine halbgare Lösung. Ebenso die häufig zu sehende Idee, den Reifen so weit wie irgend möglich nach rechts zu versetzen, damit der Riemen vorbeigeführt werden kann. Selbst die Mischung aus beidem ist nur ein fauler Kompromiss. Die Behauptung, dass ein Breitreifen in dieser Dimension nicht mehr fahrbar ist, ist vor allem in diesen Konstruktionen begründet. Versetzt man das Hinterrad aus der Mitte der Fahrzeugachse, so erhält man eine zweite Spur die zum Vorderrad versetzt verläuft. Abgesehen vom schlechten Geradeauslauf, wird spätestens die erste Kurve zum Eiertanz und das Einlenken zum wahren Kraftakt.

Bei Rick’s hat man ein Schwingensystem entwickelt, mit dem der Reifen exakt mittig in der Spur geführt wird. Der Belt wird dabei gegen zwei kürzere getauscht, wobei der zweite über eine Zwischenwelle nach aussen versetzt wird. Was so einfach klingt, ist in der Praxis deutlich komplizierter und schwieriger umzusetzen. Die Kräfte eines Drehmoment starken US-V-Twins zuverlässig umzulenken erfordert vor allem technisches Know-How und viel Erfahrung. Bei Rick’s kann man auf beides verweisen. Dieses System ist übrigens nicht nur patentiert, sondern verfügt obendrein auch über den Segen des deutschen TÜVs und kann somit völlig legal auf deutschen Strassen bewegt werden.

Dass das fette Gummi nicht mehr auf die Serienfelge passt, dürfte jedem klar sein. Bei Rick’s hat man ungezählte Raddesigns im Programm, die man in nahezu allen Dimensionen anbieten kann. Das hier verbaute Raddesign wird in Baden-Baden unter dem Namen “Gimmi 5” gefertigt und für diesen Auftrag als dreiteilige, geschraubte Variante in tiefem schwarz geordert.

OK, Schwinge neu, Rad neu, breiter Reifen neu… und somit passt auch die serienmäßige Radabdeckung nicht mehr. Und natürlich ist man bei Rick’s auch darauf bestens vorbereitet. Die Baden-Badener Customizer haben die unterschiedlichsten Fender Kits für alle Softail Modelle im Programm, mit denen nicht nur einfach das Rad abgedeckt wird, sondern obendrein auch noch eine optische Aufwertung erfährt.

Die Linie eines Bikes ist den Konstrukteuren von Rick’s ein ganz besonderes Anliegen. Schließlich entscheidet diese später entscheidend über den Gesamteindruck eines Custombikes. Um hier das Optimum herauszuholen, greift man bei Rick’s Motorcycles gerne und häufig zu einem weiteren Kunstgriff. Die Rede ist hier vom Tank. In der Serie ist der typische fat Boy Tank nicht hässlich und passt perfekt zum Großserientrimm. Einem Custombike mit vollendeter Linienführung wird das Reservoire jedoch nicht gerecht. In Baden-Baden schweißt man dazu eine Verlängerung an den OEM-Tank, der von den Karosseriebauern so angesetzt wird, das sich die Unterkante in einem sanften Bogen über die Zylinderkopfabdeckungen spannt. Die Linie des Heckteils setzt sich somit in der Tankform fort.

Die aufwändigen Eingriffe wären bis hierhin erklärt, aber wie so oft im Leben so ist es auch im Custombikebau so, dass die Details über das gesamte Werk perfekt machen. Und natürlich hat man bei Rick’s jede Menge  hausgemachtes im Programm, die an einem Rick’s Custombike wie ungezählte Tüpfelchen auf dem sprichwörtlichen “I” wirken.

An dieser Fat Boy kommen zum Beispiel Bremsscheiben zum Einsatz, die auf das Gimmi 5 Raddesign abgestimmt sind. rasten und Griffe sind ebenso Made by Rick’s. Gleiches gilt für die verstellbaren Brems- und Kupplungshebel. Und natürlich sollte man dem Lenker gesteigerte Aufmerksamkeit widmen. Dieser wurde einst für die Touring Modelle entwickelt, macht sich nun aber auch an diesem Bike ausgesprochen gut. Die seitliche Kennzeichenhalterung ist ebenso von Rick’s, wie der Good Guys Luftfilter und viele weitere Deatails mehr. Für den guten Ton sorgt in diesem Fall eine verstellbare Auspuffanlage von KessTech, die hierfür in mattem schwarz geordert wurde.

Das gesamte Werk ist so typisch Rick’s, wie es typischer kaum sein könnte. Perfekt und stimmig, bis ins feinste Detail. Eine technische Meisterleistung, die den Vergleich kaum zu scheuen braucht.

Text: Peter Schulz
Fotos: Peter Schulz / Volker Wolf www.harleysite.de

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