Bikes

Immer wieder bieten die Jungs aus Milwaukee Screamin´Eagle Sondermodelle an. In kleinen Serien hergestellt, gelten diese Bikes als absolute Schmankerl, die in der Vergangenheit oftmals bereits vergriffen waren, bevor sie überhaupt einen Dealership von innen gesehen hatten. Bei diesen Bikes handelt es sich um abgewandelte Serienfahrzeuge, die mittels hauseigener Parts auf Vordermann gebracht wurden. Wer das Glück hat, solch ein Edelmetall an Land zu ziehen, kann sich sicher sein, eine ganz besondere Harley sein Eigen zu nennen. Und eigentlich müsste man an solch einem Bike nichts verändern, um damit besonders individuell unterwegs zu sein. Aber doch wohl nur “eigentlich”, den bei Rick´s Motorcycles hat man einer Sreamin´Eagle Springer Softail mittels geschickter Modifikationen noch ein wenig mehr Extravaganz eingehaucht.

Die Baden-Badener waren sich sehr wohl darüber im Klaren, was für ein begehrtes Sondermodell es umzubauen galt. Aber die Jungs um Patrick Knörzer wissen, wie man etwas Gutes noch ein klein wenig besser macht und etwas Hübsches noch etwas schöner. Zu den wesentlichen Änderungen gehört der stattliche Breitreifenumbau. Jeder, der sich mit dieser Thematik schon einmal etwas intensiver befasst hat, weiß, dass das größte Problem bei derartigen Modifikationen darin besteht, den Sekundär Belt am breiteren Hinterreifen vorbei zuführen. In der Vergangenheit wurden oftmals die abenteuerlichsten Konstruktionen zusammengeschustert. Das Repertoire reicht von Spacern und verschiedenen Versatzkits bis zum Verlegen des Sekundärtriebs auf die rechte Seite der Maschine. Problematisch wird es immer dann, wenn der Schwerpunkt aus der Mitte des Bikes gerückt wird, oder längere Versatzwellen ungeahnte Hebelkräfte freisetzen.

Rick hat für alle diese Probleme eine zwar äußerst simpel anmutende, aber dennoch sehr ausgeklügelte Lösung gefunden, die es erlaubt, das Hinterrad absolut mittig auszuloten und den Schwerpunkt nicht zu verschieben. Ist der gewünschte Umbau nicht mit einem einzelnen Belt zu verwirklichen, so nutzt man halt einfach einen zweiten, der dann unmittelbar am Rad vorbei geführt wird. Eine Zwischenachse auf der Höhe der Schwingenachse lenkt die Antriebsriemen dabei u,. Dieses schlichte, aber perfekte System hat sich in den letzten Monaten zum absoluten Verkaufsschlager entwickelt. In diesem Fall war es damit möglich, einen prallen 300er Reifen in das Heck wuchten, ohne an der Serienmaschine allzu gravierende Änderungen vornehmen zu müssen.

Um das Niveau des Hecks jederzeit regulieren zu können, wurde ein Legend Air-System eingebaut. Und obwohl die Mannschaft aus Baden-Baden vor allem für ihre ausgefallenen Felgen bekannt ist, hat man an der Front das Originale Harley-Rad übernommen. Hinten musste dann aufgrund der Reifenbreite aber doch noch ein neuer Rundling her. Klar hat man dafür gezielt in die hauseigenen Regale gegriffen und ein ziemlich edles 10,5 Zoll Schmiederad, das im Programm von Rick´s Motorcycles unter der Bezeichnung Steve geführt wird, hervorgeholt. Das Ganze wurde dann mit Rick´s Drive-Side-Bremse kombiniert, wodurch die Bremskomponenten unmittelbar hinter den Antriebspulley verlegt werden. Dass die originale Radabdeckung mit der fetten Walze im Heck nun nicht mehr passten, versteht sich von selber, aber ein anderes Schutzblech zu verbauen, stellte ebenso wenig ein Problem dar, wie die Anfertigung der neuen Sitzschale.

Was die gesamte Antriebseinheit betrifft, wurden bereits Werk nur allerfeinste Screamin´Eagle Parts implantiert. Natürlich hätte man auch hier noch einiges herausholen, aber die Performance, die dieses Modell bereits mitbringt, reicht für eine ordentliche Portion Spaß in den Backen locker aus. Einzig die gesamte Auspuffanlage sollte noch getauscht werden. Krümmer und Schalldämpfer wurden von AS-Industries gewählt, wobei die Anlage nicht montiert wurde, ohne vorher noch einmal ein wenig optimiert zu werden.

Auch in diesem Fall hat es sich wieder als enormer Vorteil erwiesen, dass man einen versierten Custom-Painter im Haus hat. Erneut sorgte Wild Air Hörby für den passenden Anstrich, der den stilvollen Gesamtauftritt des Hobels noch ein wenig unterstützt. Von Anfang an ging es Rick und seinem Team nicht darum, aus diesem Bike ein neues abgefahrenes Custom-Bike zu kreieren. Viel mehr wollte man die ursprüngliche Screamin´Eagle Optik unbedingt erhalten, aber doch mit ein paar coolen Features für noch etwas mehr Individualität sorgen, als das Harley-Sondermodell ohnehin schon bietet.

Text & Fotos: Peter Schulz

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