Rick’s Raceline Roadster, voll auf Sprint getrimmt

Eigentlich wollten die Customizer aus Baden-Baden nur die ersten sein, die dem 2017er Neuzugang der Factory einen individuelleren Look verpasst haben. Tatsächlich sollte Rick’s Motorcycles das weltweit erste Unternehmen sein, das eine gepimpte Roadster präsentiert. Ein Anruf von Harley-Davidson sollte aber dafür sorgen, dass dieser Zustand nicht lange halten sollte.

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Ob man nicht daran interessiert wäre, mit der Roadster beim Essenza Sprint Race teilzunehmen, wollte die Stimme am anderen Ende der Leitung wissen. An Fahrzeugmodifikationen wäre nahezu alles erlaubt, bis auf Wheeliebars und ähnliches Dragsterzubehör. Eine Herausforderung, so ganz im Sinne von Rick’s und seinen Jungs. Nicht einmal drei Denk-Sekunden und ein „Jau, das machen wir“ später fingen die grauen Zellen auch schon wieder an zu rotieren. Ok, man hatte die Roadster auf sportlichen Chic getrimmt. Das brandneue Heckteil, im Y-Spoke Design, das Rick’s Tachometer-Gehäuse und viele andere Features haben aus der Serien-Roadster einen echten Hingucker gemacht. Aber an eine Leistungssteigerung hat man alleine deshalb nicht gedacht, weil der serienmässige Vorschub einer Sportster locker ausreicht, um sich damit durch das Dickicht der Großstadt zu wühlen. Bevor man daran ging, die frisch aufgebaute Sporty wieder zu zerlegen, wurde erst einmal ein Stage 4 Tuning Kit geordert. Dieser beinhaltet neue Kolben und Köpfe und ein neues Manifold. Die schicke BSL Auspuffanlage wurde gegen eine 2in1 von Supertrapp getauscht und der Luftdurchlass des Rick’s Luftfilters noch einmal optimiert. Bis hierhin war der Job schnell erledigt, aber wer diese Komponenten ändert, muss auch das Mapping anpassen. Nicht weniger als einen ganzen Arbeitstag dauerte die Abstimmung auf dem Leistungsprüfstand, bis dass man auch das letzte Pferdchen mit diesem Set-Up mobilisiert hatte. Die Arbeit hat sich auf jeden Fall gelohnt, denn nun zerren froh gelaunte 104 Pferde am Hinterrad, was einen ausreichenden Vorschub garantieren sollte.

Leistung hatte man somit genug, jetzt gilt nicht nur diese auf den Asphalt zu bringen, sondern auch auch möglichst schnell umzusetzen. Auskuppeln, schalten und wieder einkuppeln ist auch für routinierte Fahrer ein zeitaufwändiger Ablauf. Aus den Staaten orderte man einen Shifter-Kit, der diesen Vorgang vollautomatisch in Rekordzeit erledigt. Der Schaltblitz am Lenker zeigt zusätzlich den optimalen Zeitpunkt für den Gangwechsel an. Wer so viel Leistung derart schnell auf die Strasse bringen will, hat mit einem weiteren Problem zu kämpfen. Die Felge könnte sich im Reifen mit drehen, ein Problem, das jeder Dragster Fahrer kennt. Kraft, die auf diese Weise verloren geht, kann folglich nicht in Vorschub umgewandelt werden. Also wurde das Gummi, wie bei den Dragstern auch, fest mit der Y-Spoke Designfelge verschraubt. Rick’s Schwingen-Unterzug sorgt für verwindungssteifheit der ansonsten recht zierlichen Sportster Schwinge.

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Bis hierhin haben wir mit der umgebauten Roadster vor allem einen extrem leichten Sprinter. Wenig Gewicht und jede Menge Leisung am Hinterrad führt schnell zu was? Und genau das ist schließlich auch passiert. In Glemseck, wo der erste Lauf des Essenza Sprint Race ausgetragen wurde konnte Dominik Beier, der Fahrer, im ersten Lauf noch überzeugen und diesen für sich entscheiden. Im zweiten riss er den Gashahn noch ein wenig beherzter auf und ließ das Vorderrad aufsteigen. Die entscheidende Sekunde zum Sieg war damit verspielt und für einen Zweikampf im KO-System bedeutete das, das Aus.

Ganz anders sah es dagegen in Köln aus, wo Essenza im Rahmen der Intermot ein weiteres Rennen veranstaltete. Hier konnte Dominik beweisen, dass er aus seinem Fehler gelernt und mächtig viel trainiert hatte. In Glemseck und in Köln schickten nahezu alle namhaften Motorradhersteller ein modifiziertes Bike an den Start. Nicht selten wurden hierbei Zahlen von 200PS und mehr genannt. Um so mehr hat es uns gefreut, sich hier mit einem Milwaukee Iron behaupten zu können. Die Roadster konnte am Ende des Tages den Pokal für den dritten Platz einheimsen, was nicht nur von der Rick’s Crew, sondern auch vom Publikum mit frenetischem Applaus gefeiert wurde. Eines ist auf jeden Fall sicher, wenn im kommenden Jahr wieder ein Anruf von Harley-Davidson kommt, wird die passende Antwort eindeutig ausfallen.

Text: Peter Schulz

Fotos: Peter Schulz und Frank Ratering / H-D

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