Rick’s 180 PS Power-Rod mit 280er Metzeler
Der Wolf im Schafspelz könnte nicht harmloser daherkommen. O.k. Rick’s Custom V-Rod’s haben eine ausgesprochen verschärfte Optik die sie schon durch ihre Räder aus der Masse herausstechen läßt – was die Edelschmiede aus Baden-Baden aber jetzt aus der 2004 am Faaker See vorgestellten Maschine gemacht hat, geht über alles hinaus was man auf deutschen Straßen bisher bewegen konnte: Eine V-Rod mit fast 160 PS, gemessen am Hinterrad (!), und elektrischer Schaltung. Ein Dragbike für den Alltagsgebrauch, mit dem man auch an der Startampel eine gute Figur machen kann! In den USA auf Höchstleistung getrimmt, bietet Rick’s die Kraftspritze für die V-Rod nun auch hierzulande an. Eine Leistungskur mit Folgen: Diese V-Rod macht richtig Spaß! Höllisch Spaß!


 

Auch 2004 lachte den Harley-Ridern wieder die Sonne vom Himmel rund um den Faaker See – und das, obwohl in der Woche zuvor auf dem Alpenhauptkamm der erste Schnee niedergegangen war. Die European Bike Week am Faaker See wird mehr und mehr zum Mega-Spektakel der Custom-Szene – und die Bike Premieren häufen sich an diesem Wochenende. Auch bei Rick’s ließ man sich nicht lange bitten und zeigte die besten Umbauten aus dem House of Custom. Nicht nur am Stand, sondern „in Action“ rund um den See. Die European Bike Wee am Faaker See hat eine Tradition was die Bike-Premieren betrifft:
Hier wurde Harley-Davidson’s V-Rod das erst mal dem europäischen Publikum vorgestellt – und hier zeigt Rick’s Motorcycle in jedem Jahr neue und noch extremere Umbauten auf Basis des Power-Bikes von Harley-Davidson. Rick’s Motorcycles nahm die Herausforderung an und stattete Harley-Davidson’s heißestes Performance Bike mit den fettesten Gummis aus, die man sinnvoll verbauen kann. Auf den Straßen rund um den Faaker See mußte sich die V-Rod auf Herz und Nieren testen lassen – und in diesem Fall kann man das Ergebnis vorweg schicken: Fetter ist besser!

It was here that Harley-Davidson’s V-Rod was shown for the first time to a European audience – and here Rick’s Motorcycles shows every year new and more extreme customs based on Harley-Davidson powerbikes. Rick’s Motorcycles accepted the challenge and gave Harley-Davidson’s hottest performance bike the fattest tires which can be used. On the roads around Lake Faak the V-Rod was tested thoroughly, and in this case the result was clear: fatter is better!

Then the machines were taken to the USA in January 2005. At the V-Twin Expo in Cincinatti the V-Rod with the wide tires was much noticed in the bike show presentation at the entrance, and Rick left the bike with his American partner in order to give the machine a small performance boost, and after Daytona Bike Week the bike was ready: pimped up to 1,550 ccm with new pistons, altered heads, cylinders and injection flaps, not to forget adjusted cam shafts, ignition and power curves, the power package registers 155,4 bhp on the test bench at the rear! A riding sensation which has to be experienced to describe it. The torque surpasses at 3,750 U/min the 135 Nm (100 ft-lbs) line and remains there until just above the performance limit of 8,000 U/min. The maximum torque moment is at 112.8 (152 Nm) ft-lbs. An awesome front drive is the result, which is even further improved by using the electric shifter. As with a dragster, the 5 gears can be used without reducing speed or pulling the clutch: a push of the button is enough! An “electrifying” experience in the fullest meaning of the word!  Two push buttons next to the left handlebar instrument enable using the gears without using the foot, but the normal way of changing gears with the clutch and gear lever is always also kept as an option on any conversion. Start still functions with using 1st gear and clutch, after that you can forget the clutch: just keep the speed and select the gears with the button…never did you reach 180 km/h that quickly, and the 180 bhp (applied to engine performance) of Rick’s Power Rod are good for more than 200 km/h – how fast depends on the condition of the rider. Switching down also happens with by pushing the button, optionally with or without using the clutch, whereby especially in the lower gears the clutch makes sense. Other than in dragster sport, where compressed air shifters are used, this switch function is electric when the key is turned in the ignition. Without any problems. The switch unit is above the foot controls and steers the switch lever via a lever joint. The normal foot controls can also still be used. When pressing the button on the handlebar, an electric drive transmits the switching pulse quickly and exact and engages the gear. During the switching process, the ignition is interrupted for a small moment, when the actual switching process is carried out on the gear flanks, which protects the transmission gears and works in both directions. During the test ride the electric shifter convinced especially with the speed of action. In seconds the gear is engaged, the torque remains at power performance and catapults the motorcycle with every push of the button further ahead. Never before was it possible to experience the drag racing feeling so close up!

Dann wurde die Maschine im Januar 2005 in die USA geschafft: Auf der V-Twin Expo in Cincinatti war die breit besohlte V-Rod ein vielbeachteter Teil der Bikeshow-Präsentation im Eingangsbereich – und Rick ließ das Bike gleich bei seinem amerikanischen Partner, um der Maschine eine kleine Leistungskur zu verpassen. Nach der Daytona BikeWeek war es schließlich so weit: Aufgepumpt auf satte 1.550 ccm mit neuen Kolben, geänderten Köpfen Zylindern und Einspriztzklappen, nicht zu vergessen angepaßte Nockenwellen, Zündanlage und Kennkurven, leistet das Kraftpacket auf dem Prüfstand 155,4 PS. Am Hinterrad! Ein Fahrerlebnis, welches man selbst erlebt haben muß, um es beschreiben zu können. Das Drehmoment überschreitet bereits bei 3.750 U/min die 135 Nm (100 ft-lbs) Linie und bleibt dort bis knapp über der Leistungsspitze bei 8.000 U/min. Das maximale Drehmoment liegt bei 112.8 (152 Nm) ft-lbs. Ein gnadenloser Vorwärtstrieb ist die Folge – welcher durch die Verwendung des elektrischen Shifters noch verbessert wird. Wie bei einem Dragster lassen sich die 5 Gänge durchschalten ohne dabei das Gas zurückzunehmen oder die Kupplung zu ziehen: Ein Druck auf den Knopf genügt! Ein “elektrifizierendes” Erlebnis im wahrsten Sinne des Wortes! Zwei Druckknöpfe neben der linken Lenkeramatur ermöglichen das “Fußlose” Schalten, wobei durch den Umbau immer die Option der “normalen” Schaltung mit Kupplung und Schalthebel erhalten bleibt. Das Anfahren funtioniert weiterhin mit einzulegendem 1. Gang und Kupplung. Danach kann man die Kupplung vergessen: Gas stehen lassen und die Gänge mittels Drucktaster hochschalten –
so schnell war man noch nie auf 180! Oder schneller: Die 180 PS (umgerechnet auf die Motorleistung) der Power Rod von Ricks sind für weit mehr als 200 km/h gut – wie schnell, bleibt der Kondition des Fahrers überlassen. Der sitzt auf der V-Rod voll im Fahrtwind.Das Herunterschalten funktioniert ebenfalls auf Knopfdruck optional ohne und mit Kupplungsbetätigung, wobei vor allem in den niedrigen Gängen die Kupplung sinnvoll ist. Anders als die im Dragstersport schon lange üblichen Druckluft-Shifter funktioniert diese Schaltbetätigung elektrisch – also immer dann, wenn der Zündschlüssel herumgedreht wird. Problemlos. Die Schalteinheit befindet sich über der Fußrastenanlage und steuert den Schalthebel über ein Hebelgelenk an. Die normale Fußrastenanlage kann weiterverwendet werden. Beim Betätigen des Druckknopfes am Lenker gibt ein elektrischer Antrieb den Schaltimpuls schnell und exakt an das Schaltgestänge weiter und legt den Gang ein. Die Zündung wird während des Schaltvorganges für einen winzigen Augenblick unterbrochen, wodurch der eigentliche Schaltvorgang ohne Last auf den Zahnradflanken erfolgt. Das schont die Getriebezahnräder und funktioniert in beide Richtungen. Bei der Testfahrt beeindruckte der Electric-Shifter vor allem durch die Schaltgeschwindigkeit: In Sekundenbruchteilen ist der Gang eingelegt, fast übergangslos bleibt die Drehzahl auf Leistungsniveau und katapultiert das Motorrad mit jedem Druck auf den Knopf weiter nach vorne. Noch nie konnte man reinrassigen Dragrace Feeling so hautnah erleben!

Auch das Motortuning wird vom “House of Custom” ab sofort angeboten – wenn auch bisher noch ohne TÜV. Das Bike ist brandneu aus den USA zurück und muß nun erst einmal die Zulassungs- und Abgashürden nehmen. Dass die Zuverlässigkeit unter der zusätzlichen Leistung nicht leidet, bewieß gerade die V-Rod von Rick’s: Immerhin 277 Prüfstandsläufe mit über 600 (!!) abgespulten Prüfstandskilometern sind ein Qualitätsmerkmal – auch für die Fahrwerkskomponenten von Rick’s die hier eine weitere Bewährungsprobe mit Auszeichnung bestanden. Einen guten Teil an dieser Performance hat die Tatsache, dass bei Verwendung der Rick’s Räder und Pulleys auch die Original Ruckdämpfer weiterverwendet werden – damit wird der brachiale Leistungseinsatz abgefedert und die Lebensdauer des Riemens erhöht. In der neusten Generation wurden auch die Innenformen der Riemenräder für die Aufnahme der Ruckdämpfer optimiert – damit verringert sich auch der Verschleiß der Gummidämpfer. Die Nachfrage für den V-Power Power-Boost ist schon jetzt so groß wie der Bedarf an Rick’s V-Rod Breitreifen-Kits.

Vom Standpunkt eines Sicherheits-Ingenieurs muß der 280er Metzeler Reifen eine Offenbarung sein: Größere Oberfläche heißt bessere Kraftübertragung auf die Straße, mehr Fläche für die Bremskräfte und noch mehr Gummi klebt in der Kurve auf dem Asphalt, wenn man in die Kurve geht. Nicht das es bei einem so niedrig auf der Straße liegenden Cruiser wie der V-Rod darauf ankommen würde: Bis Harley’s stärkstes Stück das Ende der Lauffläche erreicht, hat es sich vorher sämtliche Fußrasten und den halben Auspuff weggeschliffen. Bei dieser Sitzposition kratzen eher die Pobacken als das Knie auf dem Asphalt. Wenn man allerdings an der nächsten Ampel mal dem nächsten Japaner das Hinterrad zeigen will, kommt der zusätzliche Gummi ganz gut. Man stelle sich dieses Triebwerk nur mal in einer Street-Rod vor: Mehr Bodenfreiheit bei 180 PS – infernalisch. Kommentar Rick: “Abwarten!”

Zweifel an der Fahrtauglichkeit eines so breiten Hinterradreifens räumt die von Rick’s aufgebaute V-Rod im Handumdrehen aus: Mit der Erfahrung diverser Breitreifen-Umbauten Fahrtests geht man an so ein Bike eher kritsch und mit einer heruntergeschraubten Erwartungshaltung. Doch das Fahrwerk der “Power Rod“ zeigt das volle Potential eines perfekt gemachten Breitreifenumbaus: Das Bike ist so fahrstabil als würde es von einem Laserstrahl gelenkt. Bei jeder Geschwindigkeit kann man die Hand vom Lenker nehmen. Kein Abdriften in irgendeine Richtung, keine Reaktion auf Bodenwellen oder andere Straßenunebenheiten. „Wir haben einen guten Teil der Entwicklung darin gesteckt, auch das 280er Hinterrad zentral in der Schwinge laufen zu lassen“, erklärt Patrick Knoerzer, Chef von Rick’s und zuständig auch für die Produktentwicklung: „nachdem wir den Customizers einen einfachen Weg zur Montage eines 240er Metzeler in der Serienschwinge aufzeigen konnten, wußten wir das dies mit dem noch breiteren 280er nicht mehr funktionieren konnte.“ Konsequenterweise war seit Ende 2002 die speziell für die V-Rod zugeschnittene Schwinge bereits in Arbeit: Ein Schmuckstück in Sachen Design und Technik – und wie geschaffen für die geschwungenen Linien der V-Rod. „Die neue Hinterradschwinge gab uns die Möglichkeit, dass Hinterrad exakt zu zentrieren und unsere technischen Vorstellungen zu verwirklichen“, erläutert Rick. Dazu gehört die auf der Antriebsseite versteckte hintere Bremse des „Side Drive Brake System“, welche die rechte Radhälfte komplett frei läßt. Bremszange und Rick’s 11,5-Zoll Bremsscheibe verschwinden nahezu vollständig hinter dem Belt-Pulley. Der Riemen verbleibt übrigens in voller Serienbreite und wird nicht – wie bei anderen Umbau-Anbietern – schmaler zugeschnitten. Der für den zentral ausgerichteten Antrieb notwendige Offset wird durch ein breiteres Antriebspulley am Motor erreicht. Das macht jegliche (teure) Modifikationen an Rahmen oder Motor überflüssig – und die Umbaukosten halten sich in bezahlbarem Rahmen. Wer bislang am Sinn des vorderen Stützlagers zweifelte, wird bei 180 PS Motorleistung eines besseren belehrt: Das Stützlager ist hörbar am arbeiten. Zwar hat die zusätzlichen Lagerung einen Anteil von fast 5 PS des Leistungsschwunds von der Kurbelwelle zum Hinterrad – ohne das Stützlager würden sich aber die Getriebewellen beim Beschleunigen sich gnadenlos verbiegen!

Die Räder sind die bekannten „Super Steve“ Look mit 20-fein gefrästen Speichen, wobei bei diesem Rad sich die mannigfaltigen Kombinationsmöglichkeiten zeigen: Farbige Felgenringe mit polierten Sternen. Im schwarzen Felgenbett montiert ergibt sich eine Custom-Optik, die sich für zahlreiche Stilrichtungen anwenden läßt – kein Wunder, dass die Räder von Rick’s inzwischen auf Custombikes rund um die Welt rollen. Mittlerweile rollen schon hunderte von “Super Steve” Radsätzen in Custombikes rund um den Globus. Für die V-Rod bietet Rick’s einen kompleten Kit zur „Auffettung“ der Heckpartie: Neben Schwinge und Radsatz braucht man definitiv einen breiteren Heckfender. Den gibt es bei Rick’s mit dem Lichtstarken LED-Rücklicht. Oder gleich das gesammte Rick’s Streetfighter Heck für die V-Rod. Das gibt dem Bike eine komplett neue Linie! Auch der vordere Fender kann optional gegen ein Rick’s Zubehörteil getauscht werden. Ansonsten – sieht man mal von Superbike-Lenker und neuen Armaturen ab – verblieb das Fahrwerk weitestgehend im Serienzustand.

Schon nach wenigen Minuten im Sattel der Power-Rod sucht man instinktiv nach der nächsten Geraden: Um den Gashahn bis zum Anschlag aufzudrehen und die Gänge elektrisch durchzuschalten. Das läßt die Arme lang werden und läßt den Adrenalinpegel nach oben schießen. Beim Kurvenfahren verhält sich das Fahrwerk erfrischend neutral, es hat keine Tendenz in die Kurven zu kippen und läßt sich genauso butterweich aus der Kurve schwenken wie hineinlegen. Die zusätzliche Reifenfläche auf dem Asphalt macht sich beim Herausbeschleunigen aus der Kurve positiv bemerkbar, wird doch die Kraft besser auf die Straße gebracht. Mit dem 280er – aufgespannt auf die 10,5 Zoll breite Rick’s Felge – läßt sich die angebotene Kraft besser und sicherer nutzen – und das ohne Einbußen bei Geradeauslauf und Handlichkeit. Den Wünschen der Kunden verschließt man sich auch bei Rick’s natürlich dennoch nicht: Wer extreme Reifenbreiten an der V-Rod wünscht, bekommt mit 11,5’’ Felge auch den 300er und mit 12,5’’ Felge gar den 330er an’s Heck. Mit der gnadenlosen Leistungsspritze und dem elektrischen Shifter verwandelt sich die V-Rod in ein Dragbike für den Alltagsgebrauch. Europas stärkste V-Rod wird nicht lange die einzige ihrer Art bleiben…

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